GWA

  
GWA – Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

 

Seit dem Schuljahr 2006/2007 hat unsere Schulbibliothek eine zusätzliche Funktion, nämlich diejenige, als Lernumgebung für das neue Fach „Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens“ – kurz GWA – zu dienen, das im Rahmen der Entwicklung der zukünftigen Oberstufe an unserer Schule eingeführt wurde. Was sollen unsere Schülerinnen und Schüler in diesem neuen Fach GWA lernen? Kurz gesagt: die Anwendung verschiedener Lern- und Arbeitsformen, das Recherchieren, Beurteilen, Verarbeiten und Präsentieren von Informationen sowie das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (z.B. einer Fachbereichsarbeit).

Mit dem Schuljahr 2014/15 sind allen SchülerInnen nach der Reifeprüfungsverordnung (Teilzentralmatura) verpflichtet, eine vorwissenschaftliche Arbeit (Säule 1) zu verfassen. Die SchülerInnen der siebten Klassen des Schuljahres 2013/14 sind die ersten, die deshalb ein Thema mit eine/r/m  BetreuerIn vereinbaren müssen. Durch die Verankerung des wissenschaftlichen Arbeitens in unserer Oberstufe ab der 5. Klasse und der Führung des Faches GWA seit nunmehr 7 Jahren werden unsere SchülerInnen optimal auf diese neuen Form der Reifeprüfung vorbereitet. Eine unverbindliche Übung "Präsentation" hilft zudem die Technik  des Präsentierens zu professionalisieren.

  • Es geht heute nicht mehr ausschließlich um das Beherrschen von Fachwissen, die heutige Schule muss die SchülerInnen darauf vorbereiten, sich ein Leben lang selbstständig weiterzubilden, um sich immer wieder auf neue Rahmenbedingungen einstellen zu können.

  • Die eigenständige Aneignung von Wissensinhalten und der kompetente Umgang damit stellen Voraussetzungen für eigenständiges und mündiges Handeln in der heutigen demokratischen Gesellschaft dar.

  • Die SchülerInnen sollen im Fach „Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens“ – aufbauend auf der Unterstufe – die Lern- und Arbeitsformen kennen lernen bzw. vertiefen und trainieren, die sie einerseits für alle Fächer in der gymnasialen Oberstufe, andererseits aber auch für ein anschließendes Studium an einer Universität bzw. einer Fachhochschule benötigen (Stichwort „Studierfähigkeit“).

  • Die „Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens“ müssen in enger Zusammenarbeit mit allen Fächern, speziell mit Informatik in der 5. Klasse, vermittelt werden.

  • Den SchülerInnen sollen die Grundlagen des Informationsmanagements vermittelt werden: sich Informationen zu beschaffen, sie sachgerecht zu speichern, zu beurteilen und zu verarbeiten.

  • In Einzel- und Gruppenarbeit sollen die SchülerInnen unterschiedliche Formen der Präsentation kennen lernen und (in allen Fächern) anwenden.

  • Die SchülerInnen sollen in diesem Rahmen lernen, wissenschaftlichen Kriterien entsprechende Facharbeiten zu verfassen; das schließt auch die Eigenständigkeit und Verantwortlichkeit des Arbeitens, die angemessene Zitierung der benützten Hilfsmittel und einwandfreie sprachliche und äußere Form der Arbeit ein.

  • In diesem Zusammenhang spielen auch Kontakte mit bzw. Exkursionen zu wissenschaftlichen Institutionen eine wichtige Rolle (Universitätsbibliothek, andere Bibliotheken, Universitätsinstitute, Museen, Archive usw.).

  • Es sollen auch kommunikative Grundlagen vermittelt bzw. trainiert werden, soweit sie für die oben genannten Inhalte wichtig sind: Teamarbeit, Interviewtechniken, Rhetorik, Präsentieren usw.

  • Bei der Vermittlung der „Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens“ ergeben sich methodisch folgende Schwerpunkte: eigenverantwortliches Arbeiten, Gruppen- und Teamarbeit, projektorientiertes Lernen usw.

    In der 5. und 6. Klasse werden auf der Grundlage dieser grundsätzlichen Überlegungen folgende Lehrinhalte vermittelt:

    1. Einführung in die Buch- und Bibliothekskunde
    2. Thema „Lernen“
    3. Recherchieren
    4. Arbeitstechniken / Kommunikation
    5. Gestalten und Visualisieren
    6. Präsentieren / Rhetorik
    7. vorwissenschaftliche Arbeit– Arbeitsschritte und Gestaltung

    In der 6. Klasse steht dafür eine Wochenstunde zur Verfügung, in der 5. Klasse übernehmen Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Fächer die Vermittlung einzelner Teilbereiche – am besten im Zusammenhang mit dem normalen Lehrstoff und eventuell in Kooperation mit anderen Fächern.